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Krainer Steinschafe
   



Fam. Schurer - Baiershofen - Auen u. weibl.  Lamm

Geänderte Leistungsansprüche haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einem starken
Rückgang der Anzahl der Nutztierrassen geführt. Während es früher eine Vielzahl von Lokalrassen gab,  setzt sich heute ein Großteil der Tierbestände aus nur wenigen Hochleistungstierrassen zusammen. Viele der alten, einheimischen Rassen sind nur
noch in kleinen Restbeständen vorhanden oder sind in den letzten Jahren ausgestorben.

Heute gehört das Steinschaf, in seiner ursprünglichen zartgliedrigen Form, zu den
am stärksten vom Aussterben bedrohten Schafrassen.

Sollte es uns nicht gelingen, diese Rasse zu erhalten, verschwindet nicht nur unwiederbringlich  wertvolles genetisches Material, es erfolgt auch eine nicht mehr Rückgängig zu machende Verarmung unserer Kulturlandschaft.



   
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Das Steinschaf ist eine der ältesten noch vorhandenen bayerischen Schafrassen
und ist ein Abkömmling des ausgestorbenen Torfschafes.

In Bayern werden zwei Herkünfte unterschieden:

das Alpine Steinschaf, das schwerpunktmäßig im Raum Oberbayern gezüchtet wird,
und das Krainer Steinschaf, welches aus der Region Krain, dem Dreiländereck
Sloweniens angrenzend zu Kärnten und Oberitalien stammt,
 und heute hauptsächlich im Allgäu beheimatet ist.




Das Krainer Steinschaf ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Gebirgsschaf.
Das unbewollte Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen,
die Ohren stehen waagrecht ab bzw. sind ganz leicht hängend.
Die Beine sind dünn aber kräftig, die Klauen sehr hart.

Beide Geschlechter gibt es hornlos und behornt. Die Hörner sollen bei den
Böcken weit und schneckenförmig sein, bei den weiblichen Tieren sind sie sichelförmig.



Die Schur erfolgt im Frühjahr und im Herbst, die rauhe Mischwolle der
Krainer Steinschafe kommt in allen Wollfarben und Farbschattierungen vor und eignet sich daher
gut zur Herstellung naturfarbiger Teppiche, zum Filzen sowie auch als Strickwolle.



Das Krainer Steinschaf ist widerstandfähig und wetterhart, genügsam und langlebig.
Es passt sich den unterschiedlichen Standorten problemlos an und nutzt für Rinder
unzugängliche  Hochlagen. Bei einem Gewicht der Mutterschafe von 40 - 60 kg,
und Altböcken von 55 - 70 kg gehören sie gerade nicht zu den schwersten ihrer Gattung,
dafür überzeugen sie durch die hohe Qualität ihres wohlschmeckenden und zarten Fleisches,
das bedingt durch die genügsame Haltung zu wenig Fettansatz neigt.



Meist bringt das asainonal brünstige, fruchtbare, frühreife Krainer Steinschaf mit
12 Monaten das erste Lamm zur Welt, die Zwillingshäufigkeit ist hoch,
eine dreimalige Ablammung in zwei Jahren möglich.


Fam. Rist  -  Jungbock mit schönen Hörnern

Wir Züchter versuchen, Tiere des ursprünglichen
Steinschaftyps aufzufinden und in Reinzucht weiterzuzüchten.

Zur Zeit werden von 29 Züchtern acht Bocklinien
sowie ca. 300 Muttertiere gehalten!